Inaktiv spielen

Wer auch manchmal gerne ein bisschen spielt und zockt, der wird schon mitunter ganz schön alleine fühlen, wenn man nicht weiß was man will. Denn heutzutage kommen gefühlt täglich neue Spiele auf den Markt, sodass der Überblick schnell flöten geht. Auch sind die Beschreibungen oft so komplex, dass man vielleicht gar keine Lust mehr hat. Und wenn doch, dann sind Spiele mitunter so langatmig, dass man über viele Tage und Wochen spiele muss, um überhaupt erst zu einem Level zu gelangen, ab dem es Laune macht. Das alles klingt überraschend vertraut, wie aber kann man dies umschiffen?

Das Spiel spielen lassen

Was jahrelang auf dem Spielemarkt undenkbar war – einfach, weil die Werbeanzeigen dann nicht mehr so geschaltet werden können wie zuvor – sind Spiele, die sich selber spielen. Was ist damit gemeint? Nun, bei den klassischen Spielen am Smartphone muss man immer online sein, um beispielsweise das eigene Dorf zu verwalten oder den Helden in langen und faden Kämpfen aufzuwerten. Richtiger Spielspaß kommt erst dann auf, wenn man jemand ist. Das kann also lange dauern. Inaktive Spiele, aus dem Englischen „idle games“ getauft, ändern dieses Prinzip nachhaltig. Hier ist es egal, ob man aktuell selber online ist oder nicht – das jeweilige Spiel generiert mehr Einkommen, Punkte, je nach dem, was die Mission ist.

Klicken für Kekse

Schaut man sich beispielsweise den beliebten Cookie Clicker an, mittlerweile auch schon sehr viele Jahre auf dem Markt. Jedes Mal, wenn Sie auf den, lecker aussehenden, Cookie klicken, gewinnen Sie 1 Cookie. Sie verwenden die erhaltenen Cookies, um Upgrades zu kaufen. Durch Upgrades wird entweder die Häufigkeit des manuellen Klickens erhöht (jetzt erhalten Sie bereits 2 Cookies für jeden Klick!) oder die Häufigkeit der automatisch erstellen Cookies steigen. Diese automatischen Cookies werden unabhängig davon generiert, ob Sie tippen oder nicht. Sie werden generiert, auch wenn Sie nicht im Spiel sind, unterschiedlich lang natürlich. Denn irgendwann müssen Sie wieder aktiv ins Spiel eingreifen, um ein paar Entscheidungen zu treffen. Es ist also anders als beispielsweise im Casino Online. Hier treffen Sie permanent Entscheidungen, die das Spiel beeinflussen.

Spiele sollten nur einen kleinen Aspekt ausmachen

Im Leben der meisten Menschen finden Spiele wenn überhaupt nur wenig Verwendung. Und wenn man dann doch mal Zeit findet, sollte man sich auf jene Dinge einlassen können, die Spaß machen. Inaktives Spielen ist daher vielleicht genau der Trend, den wir in 2019 brauchen. Die Generation um die 30+ hat kaum Zeit fürs Spielen und für viele Jüngere sind Spiele auf dem Smartphone nur bedingt eine echte Option. Wenn Entwickler daher also auf einfache Art und Weise Konzepte entwickeln, die wenig Zeit mit einer Menge Spielspaß einen können, dann ist das ideal um Aufmerksamkeit zu erhaschen.


Neben Cookie Clicker gibt es noch jede Menge anderer Spiele, die das gleiche Konzept haben. Man kann sich also Spiele heraussuchen, die sowohl eine aktive als auch eine inaktive Komponente vorweisen, sodass man nach den eigenen Wünschen spielen kann. Vielleicht liegt es in der Natur der Generation, dass heutzutage selbst Spiele zu fordernd für einen geworden sind und man daher lieber die Spiele spielen lässt.

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